HöCHSTE ALARMSTUFE AUF VULKANINSEL IN ITALIEN: STROMBOLI SPUCKT IMMER MEHR LAVA – EINSATZKRäFTE VOR ORT

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Höchste Alarmstufe auf Vulkaninsel in Italien: Stromboli spuckt immer mehr Lava – Einsatzkräfte vor Ort

Der Vulkan Stromboli ist in den vergangenen Tagen besonders aktiv. Große Aschewolken steigen über dem Krater auf – die italienischen Behörden rufen die höchste Alarmstufe aus.

Sizilien – Der Stromboli zählt zu den aktivsten Vulkanen Europas. Seit vergangener Woche gilt die höchste Alarmstufe. Nun spuckt der Vulkan mehr Lava als in den vergangenen Tagen, meldete das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) am Montag (8. Juli). Bilder zeigen glühende Lavabrocken, die ins Meer stürzen.

Stromboli erwacht wieder zu Leben: Vulkan spuckt wieder mehr Lava

Der Berg erhebt sich über 920 Meter über dem Meeresspiegel. Aus dem Krater des Stromboli quollen zuletzt riesige Mengen an Lava, die hunderte Meter bis hinunter ins Meer flossen. Dampfwolken bildeten sich und auch riesige Aschewolken stiegen über dem Krater auf, die selbst auf Satellitenbildern aus dem All deutlich zu erkennen waren.

„Die Situation ist nicht in kurzer Zeit gelöst, das steht außer Zweifel“, teilte der INGV-Forscher Piergiorgio Scarlato, laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa am Montag im italienischen Radio mit. Selbst in der Vergangenheit habe der Fluss auf der [Nordwestflanke des Vulkans] Sciara del fuoco eine gewisse Zeit gebraucht, um in den „Zustand der normalen Aktivität zurückzukehren“, so der Experte weiter.

Das INGV verzeichnete vergangene Woche einen plötzlichen Anstieg der seismischen Aktivität des Stromboli. Die Behörden riefen die Bevölkerung daraufhin auf, die Lage genau im Blick zu behalten und den Anweisungen des Zivilschutzes zu folgen. Auf der Mittelmeerinsel Stromboli zwischen Sizilien und dem Festland Italiens leben einige Hundert Menschen. Der Vulkan ist vom Meeresboden aus gerechnet fast 3.000 Meter hoch und eine beliebte Touristenattraktion.

Ausflüge mit Booten in die Nähe des Stromboli bleiben derzeit aber ebenso untersagt wie das Betreten der Stände der Insel in den Nachtstunden. Die Überwachung und die Rettungskräfte vor Ort wurden verstärkt. Die italienische Feuerwehr schickte präventiv zusätzliche Löschkräfte auf die Insel, wie sie am Wochenende in einem Beitrag auf der Plattform X mitteilte.

Stromboli mit 200.000 Jahren Eruptionsgeschichte: Tödliche Ausbrüche im Überblick

Der Stromboli zeigt seit rund 200.000 Jahren Eruptionsaktivität und ist „einer der wenigen Vulkane auf der Erde mit ‚andauernder‘ Aktivität“, so das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie. Seine stärksten Ausbrüche lagen demnach in den Jahren 1919, 1930, 2003 und die jüngsten beiden, dicht beieinander, im Sommer 2019. Die letzten Todesopfer forderte der Vulkan im Jahr 1930, als drei Menschen durch einen pyroklastischen Strom aus Asche, Gestein und heißen Gasen in einer Schlucht auf der Insel starben, wie ORF unter Bezugnahme auf Agenturen berichtete. Die Mittelmeerinsel Stromboli gehört zu den Äolischen Inseln, auch Liparische Inseln genannt, die wiederum Teil der italienischen Region Sizilien sind.

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