DIEBE SPRENGEN VOLKSBAND-FILIALE IN STUHR NAHE DER A1

Diebe sprengen Volksband-Filiale in Stuhr nahe der A1

Die massive Explosion zerstört am Sonntag die Volksbank-Filiale in Stuhr-Moordeich nahe der Bremer Landesgrenze. Mehrere Täter sollen laut Zeugenaussagen in der Nacht zu Sonntag gegen 4 Uhr morgens mit einem schwarzen Fluchtauto in Richtung Bremen geflohen sein.

Landkreis Diepholz/Stuhr – Erneut haben Unbekannte einen Geldautomaten im Landkreis Diepholz unweit der Autobahn 1 gesprengt. Die Täter seien laut Polizei in der Nacht zu Sonntag in eine Filiale der Volksbank in Stuhr-Moordeich (Moordeicher Landstraße 7) nahe der Bremer Landesgrenze eingebrochen. Die Geschäftsstelle war am Sonntag vollkommen verwüstet. Die Polizei sicherte vor Ort Spuren, das Technische Hilfswerk (THW) leistete Aufräumarbeiten.

Verletzt wurde bei dem Überfall gegen 4 Uhr morgens laut Polizeiangaben niemand. In dem Volksbank-Gebäude befinden sich keine Wohnungen. Lediglich ein Steuerberater hat in den oberen Etagen seine Geschäftsräume. Die Diebe hätten zunächst die gläsernen Schiebetüren der Filiale aufgebrochen, um den Sprengstoff zu platzieren. Die folgende Explosion ist so massiv gewesen, dass die beiden Türen aus Sicherheitsglas rund 15 Meter weit aus ihrer Verankerung in Richtung der Moordeicher Landstraße geflogen sind.

Zunächst untersuchten am Sonntagmorgen Polizeibeamte aus Hannover, sogenannte Delaborierer, das Bankgebäude auf Sprengstoffrückstände. Danach übernahmen Ermittler der Spurensicherung die Tatort-Dokumentation.

Auch das Technische Hilfswerk rückte mit mehreren Ortsverbänden und Fahrzeugen an. Beispielsweise untersuchten THW-Baufachprüfer aus Achim und Verden die Statik des Gebäudes und ob es für die Einsatzkräfte sicher betretbar ist. Insbesondere die Trockenbauwände im Inneren seien zerstört. Die Druckwelle der Explosion brachte außerdem die Klinkerfassade zum Bersten. Das Stahlbeton-Gebäude selbst gilt laut THW-Angaben nicht als einsturzgefährdet.

„Da bekommt das Wort Selbstbedienungsautomat eine ganz neue Bedeutung“, scherzte ein Helfer über den zerstörten und geplünderten SB-Automaten in der Volksbank-Filiale. Das THW-Syke übernahm derweil die Aufräumarbeiten im Außenbereich, der weiträumig mit Glassplittern und Trümmerteilen übersät war. Im Anschluss sorgten die Helfer noch für die Eigentumssicherung des Volksbank-Standortes, indem sie die Filiale mit Holzwänden versiegelten.

In der Regel verwenden die Täter heutzutage Festsprengstoff, der sich laut Ermittlern schlecht dosieren lasse. Daher komme es häufig zu massiven Schadensbildern.

„Wir blieben monatelang verschont im Landkreis Diepholz“, sagte Polizeisprecher Thomas Gissing gegenüber der Kreiszeitung. Die letzte Automatensprengung war in Seckenhausen an der B 51 im Juni 2022. Die Täter sollen diesmal laut Zeugenaussage gegenüber den Ermittlern mit einem dunklen Auto und „hoher Geschwindigkeit in Richtung Bremen“ geflüchtet sein. Das sei ungewöhnlich, so Gissing, sei doch die Autobahn 1 die nahe liegendere Fluchtroute. Ob die Täter auch in Bremen abtauchten, über die A 28 in die Niederlande oder anderswo hin geflohen sind, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Hinweise nimmt die Polizei Diepholz unter der Telefonnummer 05441 / 9710 entgegen.

2023-09-24T15:04:10Z dg43tfdfdgfd