NEUE LAUTERBACH-WARNUNG: „WIRD ZEHNTAUSENDEN MENSCHEN DAS LEBEN KOSTEN“

Neue Lauterbach-Warnung: „Wird Zehntausenden Menschen das Leben kosten“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt über X vor Zehntausenden Toten. Vor allem ärmere Menschen sollen betroffen sein.

Dortmund – Es ist ein düsteres Szenario, welches Karl Lauterbach auf X (ehemals Twitter) in einem Post zeichnet. Der Gesundheitsminister warnt davor, dass Zehntausende Menschen in den USA aufgrund einer Hitzewelle sterben werden. Wie kommt er zu diesem Schluss und warum denkt er, dass hauptsächlich ärmere Menschen der US-Hitzewelle zum Opfer fallen?

Neue Lauterbach-Warnung: „Wird Zehntausenden Menschen das Leben kosten“

Aktuelle Krisen, wie der Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine oder der Nahostkonflikt haben Themen wie den Klimawandel in der Wahrnehmung zuletzt etwas in den Hintergrund rücken lassen. Doch das vor kurzem aufgetretene Hochwasser in Bayern, über dessen Folgen der Merkur ausführlich berichtete und die nun über Amerika rollende Hitzewelle bringen den Klimawandel wieder auf die Agenda.

Lauterbach warnt im Zuge der Hitzewelle in den USA auf X vor Zehntausenden Toten und nimmt dabei Bezug auf einen Beitrag von Peter Dynes, Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation MEER (Mirrors for Earth's Energy Rebalancing). Diese habe es sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, die lokalen und globalen Temperaturen zu senken.

Dynes schrieb kürzlich auf X, dass es in diesem Juni in den USA und Mexiko zu „rekordbrechenden Temperaturen“ kommt. Mexiko habe in Teilen sogar schon Temperaturen von über 50 Grad Celsius erreicht. Es sei der wärmste Juni seit Aufzeichnungsbeginn, wird in Zukunft aber wahrscheinlich noch einer der kühleren Junis in den USA sein, so Dynes.

Temperaturen in den USA und Mexiko alarmieren Lauterbach: „Klimawandel auch ein soziales Problem“

Für Lauterbach kein gutes Zeichen. Seiner Einschätzung nach wird die Hitzewelle „Zehntausenden Menschen dort das Leben kosten. Es werden erneut vor allem ärmere Menschen sein.“ Zu dieser Beurteilung kommt er wohl, da ärmere Menschen nicht über dieselben Mittel wie Wohlhabendere verfügen, um sich ausreichend vor den enormen Temperaturen zu schützen.

Deshalb schreibt er auf X: „Wir müssen den Klimawandel auch als ein soziales und gesundheitliches Problem begreifen.“ Lauterbach ist dementsprechend der Auffassung, dass man den Folgen des Klimawandels – also steigenden Temperaturen oder den hier in Deutschland vermehrt auftretenden Hochwassern – auch nach sozialen und gesundheitlichen Aspekten begegnen müsse.

Hitzewelle in den USA und Mexiko – Lauterbach warnt vor sozialen und gesundheitlichen Problemen

Es könne schließlich nicht sein, dass hauptsächlich ärmere Menschen an der Klimakrise zugrunde gehen, während reiche Menschen mehr Möglichkeiten haben, sich den klimatischen Bedingungen zu entziehen. Bereits im Mai warnte Lauterbach schon vor einem „gefährlichen Sommer“ 2024 und erstellte deshalb einen Plan, um vulnerable Gruppen vor Hitzewellen zu schützen.

Den gesundheitlichen Problemen, die durch den Klimawandel entstehen können, weiß Lauterbach also etwas entgegenzusetzen. Wie genau man den sozialen Problemen begegnen kann, die Hitzewellen und Hochwasser mit sich bringen, bleibt jedoch vorerst offen. Es besteht jedenfalls Handlungsbedarf, damit nicht die, die eh schon am wenigsten haben, am meisten unter den Folgen leiden.

2024-06-25T11:14:55Z dg43tfdfdgfd