BITCOIN-KURS AKTUELL: EINSCHRäNKUNGEN IM ZAHLUNGSVERKEHR DURCH WELTWEITE IT-AUSFäLLE – BITCOIN NICHT BETROFFEN

Die globale IT-Störung hat in zahlreichen Ländern direkte Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr. Bitcoin funktioniert derweil weiterhin ohne jegliche Einschränkung. Aktuelle News im Bitcoin-Newsblog.

19. Juli 2024 – Weltweite IT-Ausfälle sorgen für Einschränkungen im Zahlungsverkehr; Bitcoin nicht betroffen

CrowdStrike, ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich eigentlich dem Schutz weltweiter IT-Systeme verschrieben hat, sieht sich nun selbst mit Problemen konfrontiert. Ein Update des firmeneigenen Sicherheitsprogramms Falcon hat offenbar in Kombination mit dem Microsoft-Betriebssystem zu globalen IT-Ausfällen geführt. Besonders betroffen sind der internationale Luftverkehr sowie Banken und Medien, die über Störungen berichteten. Dies hat an den Finanzmärkten, die in den letzten Wochen und Monaten neue Rekorde erzielt hatten, zu erheblicher Nervosität geführt.

Der Zahlungsverkehr wurde direkt beeinträchtigt: In Deutschland hatten Bankkunden teilweise Schwierigkeiten, Geld an Automaten abzuheben. Auch Kunden der größten australischen Bank, der Commonwealth Bank, konnten teils keine Überweisungen mehr vornehmen. An der Londoner Börse (London Stock Exchange, LSE) kam es ebenfalls zu Problemen und Ausfällen. Mehrere Handelsplattformen kämpften mit Schwierigkeiten und nicht alle Kunden konnten handeln. Finanznachrichten wurden teils gar nicht oder nur verzögert übermittelt.

Lesen Sie auch: Weltweite IT-Ausfälle bewegen die Aktienmärkte

Inmitten dieses Chaos funktioniert der dezentrale Bitcoin hingegen ohne jegliche Einschränkungen. Der Bitcoin-Kurs zeigte sich von den IT-Ausfällen unbeeindruckt und sprang in der Folge über die psychologisch wichtige Marke von 65.000 Dollar. Zuletzt lag der Kurs der ältesten Kryptowährung bei 65.404,53 Dollar. (Stand: 17:28 Uhr) Seit Jahresbeginn verbucht Bitcoin einen Kursgewinn von etwa 56 Prozent.

Wissenswertes zum Thema Bitcoin (BTC):Bitcoin Mining: Wie funktioniert Bitcoin Mining und wie hoch ist der Energieverbrauch wirklich?

Proof of Work: „It´s not a bug, it´s a feature” – darum ist PoW für Bitcoin essentiell

Bitcoin Halving 2028: Wann ist das nächste Bitcoin-Halving?

Bitcoin Hashrate: Was ist die Hashrate und was sagt der Wert über das Bitcoin-Netzwerk aus?

Bitcoin Lightning Network: Wie Bitcoin Transaktionen beschleunigen will

Bitcoin sicher aufbewahren: So verwahren Sie Ihre BTC sicher

Seed Phrase sicher aufbewahren: So sichern Sie den Zugang zur Bitcoin-Wallet

Heizen mit Bitcoin Mining und Co. als sinnvolle Alternative?

Steuern auf Bitcoin: So versteuern Sie Gewinne mit der Kryptowährung 2024

Ist Bitcoin ein Wertspeicher? Das spricht dafür – und das dagegen16. Juli 2024 – Bitcoin steigt über die 64.000-Dollar-Marke

Am Dienstag überschritt der Bitcoin-Kurs die Marke von 64.000 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit zwei Wochen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg löste das Attentat auf Donald Trump am vergangenen Wochenende Spekulationen aus, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl gestiegen seien. Trump war am Samstag während einer Kundgebung in Pennsylvania ins rechte Ohr getroffen worden, als Schüsse fielen. Dieser Vorfall löste weltweit Empörung über politische Gewalt aus und erschütterte den US-Präsidentschaftswahlkampf. 

Lesen Sie auch: Wie das Trump-Attentat die Kryptokurse bewegt

Einige Analysten sind der Meinung, dass die Sympathie und Wut über den Vorfall wahrscheinlich die Unterstützung für den mutmaßlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten stärken werde. Trump erklärte nach dem Vorfall, er sei „in Ordnung“ und freue sich darauf, am Montag zum republikanischen Parteitag nach Milwaukee zu gehen. Laut Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG Australia Pty, gewann Bitcoin an Dynamik, nachdem der Attentatsversuch Trumps Wiederwahlchancen erhöht habe. Eine entscheidende Frage an den globalen Märkten ist nun, ob der sogenannte Trump-Trade an Fahrt gewinnen wird. Trump hatte im Wahlkampf zuletzt vermehrt Bitcoin thematisiert, um Wähler zu gewinnen. Letzte Woche gaben die Organisatoren einer Bitcoin-Konferenz bekannt, dass Trump plane, die Veranstaltung am 27. Juli in Nashville, Tennessee, zu eröffnen. 

11. Juli 2024 – Inflationsrate in den USA sinkt stärker als erwartet

Der Preisdruck in den USA verlangsamt sich weiter. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Kerninflationsrate, die Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, liegt bei 3,3 Prozent. Der Rückgang der Inflation fiel überraschend stark aus, da Experten zuvor 3,1 Prozent für die Gesamtrate und 3,4 Prozent für die Kerninflation prognostiziert hatten. Im Mai lag die Gesamtrate noch bei 3,3 Prozent.

Lesen Sie auch: Bitcoin Sparplan: So besparen Sie Bitcoin via DCA

Dieser erneute Rückgang verstärkt die Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen im aktuellen Zyklus bald senken könnte. Nach Veröffentlichung der Daten fiel die Rendite für zehnjährige US-Bonds erstmals seit dem 14. Juni unter die Marke von 4,2 Prozent, nachdem sie Anfang Juli noch bei 4,5 Prozent gelegen hatte. Generell bewegen sich Anleiherenditen im Einklang mit den Zinserwartungen.

Experten führen die jüngsten Kursverluste bei Bitcoin unter anderem auf eine Ankündigung des Insolvenzverwalters der gescheiterten Kryptobörse Mt.Gox zurück. Dieser hatte mitgeteilt, dass eine große Anzahl von Bitcoin ab Anfang Juli an die geschädigten Gläubiger übergeben wird, die seit Jahren auf eine Erstattung ihrer Coins warten. Dies könnte zu einem Überangebot an Bitcoin führen. Es ist unklar, wie die ehemaligen Kunden von Mt.Gox reagieren werden. Wenn ein erheblicher Teil von ihnen die zurückerhaltenen Bitcoin-Bestände kurzfristig verkaufen möchte, könnte dies zu einem Überangebot auf dem Markt führen.

25. Juni 2024 – Mt.Gox-Auszahlungen beginnen im Juli 

Die Verluste am Kryptomarkt nehmen weiter zu. Bereits in den Tagen zuvor hatte der Markt den zweitstärksten wöchentlichen Rückgang im Jahr 2024 verzeichnet. Diese Entwicklung scheint auf eine nachlassende Nachfrage nach Bitcoin-Exchange-Traded-Funds (ETFs) und Unsicherheiten hinsichtlich der Geldpolitik hinzudeuten. Die von Bloomberg zusammengestellten Daten zeigen, dass der Index der größten 100 digitalen Vermögenswerte in der vergangenen Woche um etwa fünf Prozent fiel, was der stärkste Rückgang seit April war. Bitcoin verlor am Montag vier Prozent und fiel kurzfristig unter die Marke von 60.000 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat.

Zusätzlich zu den Befürchtungen über erhöhten Verkaufsdruck kündigte der Rehabilitationstreuhänder von Mt.Gox, der japanischen Kryptobörse, die vor mehr als einem Jahrzehnt gehackt wurde, an, im Juli mit der Rückzahlung von Bitcoin und Bitcoin Cash zu beginnen. „Angesichts der Ankündigung von Mt.Gox scheint es, dass sich Marktteilnehmer auf Short-Positionen einstellen“, sagte Stefan von Haenisch, Handelsleiter bei OSL SG Pte. „Die Kryptomärkte kämpfen momentan darum, Käufer zu finden.“ Die Risse im Kryptomarkt treten vor dem Hintergrund von Zweifeln an der Fähigkeit der Federal Reserve auf, die Zinssätze schnell von einem Zwei-Jahrzehnte-Hoch zu senken. Für einige Analysten ist der Rückzug der digitalen Vermögenswerte ein Warnsignal für die allgemeine Risikobereitschaft. David Lawant, Forschungsleiter bei FalconX, erklärte in einer Mitteilung, dass die aktuelle Marktdynamik im Kryptobereich „gekennzeichnet ist durch niedrige Volatilität, geringe Volumina und unausgeglichene Orderbücher, wenn die Preise an die Ränder ihrer Spanne gelangen.“

Der Bitcoin-Kurs erreichte im März ein Rekordhoch von 73.798 Dollar, hinkt jedoch traditionellen Anlagen wie Aktien, Anleihen und Gold in diesem Quartal hinterher. Der 200-Tage-Durchschnitt, der bei etwa 57.500 Dollar liegt, wird nun als mögliche Unterstützungszone für den Preis angesehen, so Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG Australia Pty. „Eine bärische Stimmung scheint sich einzustellen“, sagte Caroline Mauron, Mitbegründerin des Liquiditätsanbieters für digitale Asset-Derivate Orbit Markets. „Der Markt hat Schwierigkeiten, große Verkaufsaufträge zu verdauen.“

17. Juni 2024 – Australian Securities Exchange (ASX) notiert ersten Bitcoin-Spot-ETF

Die Australian Securities Exchange (ASX) notiert erstmal einen börsengehandelten Fonds, der direkt in Bitcoin investiert, die die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Dies ist Teil einer Welle neuer Markteinführungen, nachdem ähnliche Produkte in den USA und Hongkong auf den Markt kamen. Der Börsenbetreiber ASX Ltd. hat den VanEck Bitcoin ETF für eine Premiere am Donnerstag zugelassen, wie die Börse und der Vermögensverwalter mitteilten. Ein Sprecher der ASX, die den Großteil des australischen Aktienhandels abwickelt, sagte, dass VanEck bisher der einzige Antragsteller mit Genehmigung ist und dass Gespräche mit anderen Anbietern weitergehen würden. „Obwohl Krypto-Investitionen umstritten sind, erkennen wir, dass Bitcoin eine neue Anlageklasse ist, auf die viele Berater und Investoren zugreifen möchten“, sagte Arian Neiron, Chief Executive Officer von VanEck in der Region Asien-Pazifik. Die Notierung in Australien folgt auf die 57 Milliarden US-Dollar, die in diesem Jahr durch neue Bitcoin-Spot-ETFs in den USA eingenommen wurden, darunter Angebote von BlackRock Inc., Fidelity Investments und VanEck. Hongkong hat im April ebenfalls Spot-ETFs für Bitcoin und Ether zugelassen, doch diese erlangten nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit wie die US-Produkte.

Das in Sydney ansässige Unternehmen BetaShares Holdings Pty und DigitalX Ltd., ein weiterer lokaler Anbieter, planen ebenfalls Börsennotierungen auf dem Hauptmarkt in Australien. Ein BetaShares-Sprecher sagte, das Unternehmen arbeite weiter daran, Spot-Bitcoin- und Ether-Fonds auf den Markt zu bringen und hoffe, diese bald starten zu können. Vor zwei Jahren wurde eine erste Runde von Bitcoin-ETFs in Australien an der CBOE Australia, der Nebenbörse des Landes, notiert. Diese Fonds hatten gemischten Erfolg. Es bleibt abzuwarten, ob das größere Ansehen des Hauptmarktes und die Kursrallye des größten digitalen Vermögenswerts im letzten Jahr zu mehr Interesse führen werden.

13. Juni 2024 – Fed belässt Leitzins unverändert

Trotz jüngster Anzeichen einer Entspannung bei den Preisen plant die US-Notenbank in diesem Jahr nur noch eine Zinssenkung. Die Währungshüter um Federal Reserve-Chef Jerome Powell beließen den Leitzins am Mittwoch in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. Für das Jahr 2024 prognostizieren sie im Durchschnitt nur eine weitere Zinssenkung, während im März noch drei Senkungen vorgesehen waren. Wenige Stunden vor der Entscheidung erhielten sie aktuelle Verbraucherpreisdaten, die einen unerwarteten Rückgang der Inflationsrate auf 3,3 Prozent im Mai zeigten. Powell bezeichnete diesen Rückgang als ermutigend, betonte jedoch, dass weitere positive Daten nötig seien, um sicherzustellen, dass die Inflation nachhaltig auf die Zielmarke von zwei Prozent zusteuert.

Bezüglich einer von den Finanzmärkten für September erwarteten Zinssenkung blieb Powell unkonkret: Die Fed wolle sich nicht vorab festlegen. Die Signale aus der Notenbankführung sind uneinheitlich: Vier von 19 Währungshütern sehen für 2024 überhaupt keine Zinssenkung vor, sieben planen eine Senkung und die restlichen acht streben zwei Zinsschritte nach unten an. Powell erklärte, dass die Währungshüter die Möglichkeit gehabt hätten, ihre Projektionen aufgrund der neuen Inflationsdaten kurzfristig anzupassen, doch die Mehrheit entschied sich dagegen. LBBW-Ökonom Elmar Völker resümierte, dass die US-Notenbanker noch immer mehrheitlich an der Perspektive einer Zinssenkung in diesem Jahr festhalten, jedoch weniger Potenzial für eine geldpolitische Lockerung signalisierten: „Ein Hinweis darauf, dass der Weg bis zur ersten Zinssenkung länger ist als zuvor angenommen.“

Powell bestätigte diese Einschätzung vor der Presse und sagte, die Währungshüter seien von den schlechter als erwarteten Inflationsdaten im ersten Quartal überrascht worden. Nun müsse man den weiteren Trend der Teuerung abwarten. Die jüngsten Inflationsdaten seien „ein Schritt in die richtige Richtung“, jedoch könne die Fed nicht nur auf einen einzigen Datenpunkt reagieren.

12. Juni 2024 – US-Inflationsrate geht im Mai leicht zurück

Der Preisdruck in den USA hat im Mai leicht nachgelassen. Die Verbraucherpreise stiegen um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie Daten des US-Arbeitsministeriums vom Mittwoch zeigen. Im April betrug die Inflationsrate noch 3,4 Prozent, und Experten hatten für Mai ebenfalls eine Rate von 3,4 Prozent erwartet. Die Kerninflationsrate, die Lebensmittel und Energie ausschließt, liegt bei 3,4 Prozent (Erwartung: 3,5).

16. Mai 2024 – US-Inflationsrate sinkt leicht auf 3,4 Prozent

Im April verzeichnete die US-Inflationsrate einen leichten Rückgang, wie das US Bureau of Labor Statistics am Mittwoch bekannt gab. Die Verbraucherpreise stiegen lediglich um 3,4 Prozent, im Vergleich zu 3,5 Prozent im März. Vorhersagen von Experten für April lagen ebenfalls bei 3,4 Prozent. Die jüngsten Daten wurden mit Spannung erwartet, da im Vorfeld Bedenken darüber bestanden, dass die Inflationsrate in den USA höher ausfallen könnte. 

Jedoch haben insbesondere niedrigere Neuwagenpreise und günstigere Flugtickets dazu beigetragen, dass die Preise im Vergleich zum Vorjahr nur um 3,4 Prozent gestiegen sind. Die Inflationsrate ist ein entscheidender Faktor für die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Bei einem Rückgang der Preise kann die Fed auch die Zinsen senken. Derzeit wird auf den Märkten intensiv über den Zeitpunkt einer möglichen ersten Zinssenkung der Fed diskutiert. Ursprünglich hatte die Zentralbank für dieses Jahr mehrere Zinssenkungen in Aussicht gestellt. Doch die Inflation hat sich zuletzt als widerstandsfähiger als erwartet erwiesen und wird wahrscheinlich nicht den angestrebten Wert von zwei Prozent in diesem Jahr erreichen.

2. Mai 2024 – Fed belässt Leitzins unverändert

Die US-Notenbank Fed hat die Erwartungen an eine schnelle Zinssenkung in diesem Jahr gedämpft und Bedenken hinsichtlich der anhaltenden Inflation geäußert. Fed-Chef Jerome Powell sagte bei einer Pressekonferenz in Washington, dass es möglicherweise länger dauern werde als bisher angenommen, bis die Fed genügend Vertrauen habe, dass die hohe Inflation tatsächlich zurückgehe. Die Notenbank der größten Volkswirtschaft der Welt hat den Leitzins zum sechsten Mal in Folge unverändert auf einem hohen Niveau belassen, das seit mehr als 20 Jahren nicht mehr erreicht wurde. Der Zinssatz liegt weiterhin in der Spanne von 5,25 bis 5,5 Prozent, was Geschäftsbanken ermöglicht, sich Zentralbankgeld zu leihen. Powell betonte jedoch, dass er eine Zinserhöhung für unwahrscheinlich halte. Es bleibt nun offen, inwieweit die Fed die Zinsen in diesem Jahr senken wird. Ursprünglich hatte die US-Notenbank für dieses Jahr drei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte prognostiziert. In einer im März veröffentlichten Schätzung ging die Fed für 2024 von einem durchschnittlichen Leitzins von 4,6 Prozent aus. Powell vermied es jedoch, sich festzulegen, ob diese Prognose bestehen bleibe. „So denke ich nicht darüber“, sagte er.

Wenn die Fed ausreichend Zuversicht in die Daten habe, werde sie die Zinsen senken, wie die DPA berichtet. Es sei aber unklar, wie lange das dauern werde. Es ist durchaus möglich, dass sich die USA auf eine längere Phase mit hohen Zinsen einstellen müssen. Eine neue Zinsprognose wird die Fed erst wieder im Juni veröffentlichen. „Eine Zinssenkung im Juni ist nach der heutigen Notenbanksitzung vom Tisch“, reagierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. „Die Wortwahl der US-amerikanischen Notenbanker lässt darauf schließen, dass sich eine Zinssenkung in die zweite Jahreshälfte verschiebt – mindestens.“

Lesen Sie auch: Cantillon-Effekt erklärt: Warum die Reichen immer reicher werden – und die Armen immer ärmer

20. April 2024 – Viertes Bitcoin-Halving vollzogen

Bitcoin-Enthusiasten fiebern dem vierten Bitcoin-Halving mit wachsender Spannung entgegen. In der Nacht auf Samstag findet das Event nach aktuellen Schätzungen vermutlich gegen kurz vor zwei Uhr nachts deutscher Zeit statt. Nach dem Halving gelangen durch die damit verbundene Verknappung nur noch rund 450 neue Bitcoin pro Tag in Umlauf. Derzeit sind es noch knapp 900 neue Bitcoin pro Tag. In der Vergangenheit hatte das Halving in den Wochen und Monaten nach dem Event immer zu steigenden Kursen bei Bitcoin gesorgt. Ob sich diese Entwicklung wiederholt, bleibt allerdings abzuwarten. 

Mit dem bevorstehenden Bitcoin-Halving stehe „eines der größten Ereignisse im Kryptobereich in diesem Jahr“ bevor, sagte Chris Gannatti vom Vermögensverwalter WisdomTree, der börsengehandelte Bitcoin-Fonds vertreibt. Für Krypto-Enthusiasten verknappt dieses etwa alle vier Jahre stattfindende Ereignis eine begehrte Ware und steigert damit ihren Wert. Kritiker bezeichnen es dagegen als simple technische Änderung, die von Spekulanten aufgebauscht werde, um die Kurse kurzfristig in die Höhe zu treiben. Grundsätzlich sollten sich die Marktteilnehmer allerdings auf eine erhöhte Volatilität in den kommenden Wochen gefasst machen. Auch der Nahost-Konflikt bleibe ein Risikofaktor, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Wenige Stunden vor dem erwarteten Halving notierte die wichtigste Cyberdevise der Welt am Freitagvormittag wieder im Plus. Die Angst vor einer Eskalation im Nahen Osten hatte Bitcoin in der Nacht kurzzeitig unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 Dollar rutschen lassen. Insidern zufolge startete Israel einen Angriff auf Iran, wenige Tage nach einen Drohnenangriff Irans auf Israel. „Ich denke, die Märkte befinden sich derzeit in einem Fluchtmodus in Sicherheitsmaßnahmen“, sagte Moh Siong Sim, Währungsstratege bei der Bank of Singapore. „Im Moment sind wir noch in einer Situation, in der wir wissen, dass etwas passiert ist. Aber wir müssen das Ausmaß der Vergeltungsmaßnahmen verstehen.“

15. April 2024 – Hongkong lässt ersten Bitcoin-Spot-ETF zu

Hongkong hat am Montag den ersten Spot-ETF in der Finanzmetropole für den Handel mit Bitcoin genehmigt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Neben Bitcoin wurde ebenfalls der ersten Ether-Spot-ETF zugelassen. Harvest Global Investments sowie eine Kooperation zwischen HashKey Capital Ltd. und Bosera Asset Management (International) Co. erhielten jeweils die Genehmigung.

Hongkong schickt sich an, sich als führender Standort für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte zu positionieren und konkurriert dabei mit anderen Finanzzentren wie Singapur und Dubai. Diese Entwicklung folgt auf die Einführung eines Regulierungssystems für Anbieter von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte im letzten Jahr.

4. April 2024 – Coinbase integriert Lightning-Netzwerk

Die US-Kryptobörse Coinbase integriert das sogenannte Bitcoin-Lightning-Netzwerk in ihr Angebot. Mit dem Lightning Netzwerk können Coinbase-Kunden in Zukunft nahezu in Echtzeit und zu deutlich geringeren Kosten weltweite Bitcoin-Transaktionen durchzuführen. Transaktionen auf der Blockchain – dem digitalen Datenprotokoll – werden so schneller abgewickelt und benötigen weniger Energie. Das Lightning-Netzwerk merzt damit eine Schwachstelle des Bitcoins aus und könnte nun eine Vielzahl an kleineren Kryptowährungen bedrohen, die als schnellere Alternative zum Bitcoin aufwarten wollten.

Damit bekommt die weltweit größte Kryptobörse Binance Konkurrenz. Sie hatte bereits im Juli 2023 die Integration des Lightning Netzwerks für Bitcoin-Ein- und -Auszahlungen abgeschlossen. Als eine der führenden Krypto-Börsen weltweit verzeichnet Coinbase im vierten Quartal ein Handelsvolumen von 154 Milliarden US-Dollar auf seiner Plattform. Der Erfolg der Plattform wird auf dem Lightspark-Blog hervorgehoben, wo es heißt: „Bei Lightspark haben wir fast zwei Jahre lang hart daran gearbeitet, unsere Plattform zum optimalen Einstiegspunkt für Unternehmen in das Lightning Network zu machen.“

20. März 2024 – ETF-Zuflüsse sinken deutlich

Bitcoin setzt den derzeitigen Abwärtstrend weiter fort und sank zeitweise unter die 61.000-Dollar-Marke, den niedrigsten Stand seit zwei Wochen gemäß Daten von Coinmarketcap. Seit dem Rekordhoch von 73.750 Dollar, das am vergangenen Donnerstag erreicht wurde, hat die älteste und bedeutendste Kryptowährung bereits 13 Prozent verloren.

Dies markiert eine Abkühlung der jüngsten Rally. Im Verlauf dieses Jahres stieg Bitcoin um bis zu 70 Prozent. Ein Grund für die Pause in der Rally ist die deutliche Verlangsamung des Zuflusses in die im Januar in den USA zugelassenen Bitcoin-Spot-ETFs, die die Kursentwicklung direkt abbilden und mit physischen Bitcoin hinterlegt sind. Zwischen dem 4. März, als der Bitcoin an einem Tag um 5000 Dollar stieg, und dem 13. März, als er erstmals die 73.000-Dollar-Marke erreichte, flossen laut Daten der Kryptobörse Bitmex 3,8 Milliarden Dollar in Bitcoin-ETFs. Dies entspricht einem durchschnittlichen täglichen Zufluss von 540 Millionen Dollar. Vom vergangenen Donnerstag, als die Gewinnmitnahmen begannen, bis zu diesem Montag flossen jedoch nur noch 177 Millionen Dollar in Spot-ETFs. Der tägliche Zufluss sank damit auf 59 Millionen Dollar – ein Rückgang um 90 Prozent.

5. März 2024 – Bitcoin markiert erstmals vor dem Halving neues Allzeithoch

Bitcoin stieg über die Marke von 69.000 Dollar und markierte damit erstmals in seiner Geschichte ein neues Allzeithoch vor dem sogenannten Halving.

Lesen Sie auch: Bitcoin Startpreis: Wie teuer war Bitcoin (BTC) am Anfang und wie hat sich der Euro demgegenüber entwickelt?

Leserfavoriten: Weltweiter IT-Ausfall aktuell: IT-Ausfälle: Probleme bei Airlines, Krankenhäusern und Energieversorgung

Gefahr durch Russland: „Hoffentlich kapieren die Deutschen jetzt endlich mal, was läuft – und handeln entsprechend“

Cybersecurity: Wer steckt hinter der Firma CrowdStrike, die die ganze Welt lahmlegte?

Republikaner-Parteitag : Donald Trumps Rede war der enttäuschende Höhepunkt

Erwerbsminderungsrente : Seit 1. Juli 2024 gilt der neue Rentenwert – was das für Betroffene bedeutet

2022-11-04T15:51:29Z dg43tfdfdgfd